Zu den vorgeschriebenen Untersuchungen unserer Zuchttiere - oder - Was der DKFB zur Verbesserung der Rasse tut

Keilwirbel

Der Begriff Keilwirbel besagt, dass ein Wirbel von der normalen Form abweicht. Ein Wirbel hat in der seitlichen Ansicht einer Röntgenaufnahme einen annähernd rechteckigen Querschnitt. Die Vorder- und die Hinterkante sind gleich hoch, Grund- und Deckplatte gerade. Wird die Vorderkante deutlich niedriger als die Hinterkante, sprechen wir von einem Keilwirbel. Wir klassifizieren die Keilwirbel entsprechend der Abweichung von der Norm. Keilwirbel unterschiedlichen Grades sind bei über 90 % aller Französischen Bulldoggen nachgewiesen.

Diagnostik
Röntgenaufnahme
Vererbbarkeit:
kein wissenschaftlicher Nachweis
Klinik:
kein wissenschaftlicher Nachweis
Therapie:
Es gibt keine Therapie zur Beseitigung eines Keilwirbels.
Unsere Maßnahmen im DKFB:
Kontrollierte Verpaarungen und Untersuchungspflicht der Zuchttiere und der Nachzuchten, inzwischen bereits über mehrere Generationen hinweg, mit ggf. entsprechenden züchterischen Maßnahmen. Inauftraggabe einer wissenschaftlichen Studie an die TIHO Hannover.

Patella-Luxation

Eine Patella-Luxation bedeutet eine Verlagerung der Kniescheibe aus ihrer Gleitrinne im Oberschenkelknochen, sie ist ein weit verbreitetes Problem bei vielen Kleinrasen.

Eine zu flach ausgebildete Gleitrinne und Abweichungen in der Knochenachse zwischen Ober- und Unterschenkel stehen häufig in Verbindung mit der Luxationen der Kniescheibe. Die Erkrankung ist meist nicht von Geburt an vorhanden, sondern entwickelt sich während des Wachstums innerhalb des ersten Lebensjahres. Wir klassifizieren die Patella-Luxation in vier unterschiedliche Grade.

Diagnostik:
Palpation am liegenden und stehenden Tier.
Vererbbarkeit:
ja
Klinik:
Je nach Schweregrad der Luxation Gelenkentzündungen, Knorpelschäden, Lahmheiten.
Therapie:
In schweren Fällen Operation des Kniegelenkes, in der die Gleitrinne vertieft und die Ansatzstelle des geraden Kniescheibenbandes versetzt werden.
Unsere Maßnahmen:
Zuchteinschränkung bei Patella 1, Zuchtausschluss ab Patella 2

Entropium

Entropium

Bei einem Entropium rollt sich der freie Lidrand teilweise oder über die gesamte Länge nach innen. In den meisten Fällen ist das Unterlid betroffen. Umgangssprachlich wird das Entropium auch "Roll-Lid" genannt.

Diagnostik:
Untersuchung durch Inaugenscheinnahme.
Vererbbarkeit:
ja
Klinik:
Tränende Augen, Schmerzhaftigkeit mit Zukneifen und Blinzeln, Bindehaut- und Hornhautentzündungen bis hin zu einem Hornhautgeschwür mit Verlust des Auges.
Therapie:
Operation im Erwachsenenalter
Unsere Maßnahmen:
Zuchtausschluss

Ektropium

Das Ektropium äussert sich durch ein starkes Herunterhängen der Augenlider.

Diagnostik:
Untersuchung durch Inaugenscheinnahme.
Vererbbarkeit:
ja
Klinik:
chronische Bindehautentzündungen, keine Schutzfunktion der Augenlider, Hornhautverletzungen.
Therapie:
ggf. Operation im Erwachsenenalter
Unsere Maßnahmen:
Zuchtausschluss

Distichiasis

Distichiasis

Bei der Distichiasis handelt es sich um wimpernartige, feine Haare, welche aus den Talgdrüsen des Lidrandes heraus in Richtung des Auges wachsen.

Diagnostik:
Untersuchung mit einer Spaltlampe (vergrösserte Lichtquelle).
Vererbbarkeit:
ja
Klinik:
Vermehrter Tränenfluss, vermehrte Rötung der Bindehäute, dauerhafter Reiz der Hornhaut, Hornhaugeschwüre.
Therapie:
Epilation
Unsere Maßnahmen:
Zuchtausschluss

Katarakt

Bekannt als "Grauer Star" bezeichnet eine Trübung der Linse im Auge bishin zur Erblindung.

Diagnostik:
Spaltlampenuntersuchung
Vererbbarkeit:
ja, sofern nicht erworben durch unterschiedliche Einflüsse
Klinik:
Zunehmender Sehverlust, Ablösung der Linse was zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukom)führt.
Therapie:
der Fortschritt ist nicht aufhaltbar, ggf. Einsetzen einer Kunstlinse
Unsere Maßnahmen:
Zuchtausschluss

Zähne

Schwerwiegende Zahnfehlstellung/ fehlende Zähne

Diagnostik:
Zahnstatus durch den Tierarzt und den Zuchtwart
Vererbbarkeit:
ja
Klinik:
Verkrüppelung des Kiefers
Therapie:
in schweren Fällen kieferorthopädische Maßnahmen
Unsere Maßnahmen:
Zuchtausschluss bei zu starkem Vorbiss und falscher Anzahl der Incisisi, fehlende Prämolaren gemäß unserer Zuchtordnung

Dilution

Dilution mit starken Fellproblemen

Verdünnung des natürlichen Farbgens (Wildtypallel)

Diagnostik:
Bluttest
Vererbbarkeit:
ja
Klinik:
Fehlfarben, Haut- und Fellprobleme
Therapie:
keine
Unsere Maßnahmen:
Bluttest gemäß Zuchtordnung und ggf. Zuchtausschluss

Herz

Diverse Herzerkrankungen wie z.B. Aaorten- und Pulmonalstenose, vergrößertes Herz

Diagnostik:
Herzultraschall
Vererbbarkeit:
möglich, wenn nicht erworben
Klinik:
nachlassende Leistungsfähigkeit bis hin zu frühem Herztod
Therapie:
keine
Unsere Maßnahmen:
Zwingende Ultraschalluntersuchung aller Zuchttiere und ggf.Zuchtausschluss

Was an Untersuchungen im DKFB e.V. noch vorgeschrieben ist

  • Abstammungsnachweis
  • Zwingende Röntgenuntersuchung der Nachzuchten

Unsere Zuchtbedingungen werden regelmäßig den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst!