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Ankunft in Deutschland

Holifield

Am 27.02.2009 erreichte uns ein Hilferuf der Tierhilfe Fuerteventura. Ein Bully, Holifield, wurde auf der Straße gefunden, seine Hinterläufe zog er hinter sich her und er zeigte eine komplette Lähmung.

Es wurde dringend ein Pflegeplatz in Deutschland gesucht und evtl. um Spenden für ein "Wägelchen" gebeten. Meine Telefonate ergaben folgendes: Er war in einer Klinik, die nicht so gute Möglichkeiten hat und es gibt auf Fuerte auch keine entsprechende Klinik.

Ankunft in Deutschland

Seit er dort war, wurde er mit Cortison behandelt und zeigte wieder Empfindungen in den Hinterläufen. Ich hatte mit einigen Orthopäden gesprochen. Gegebenenfalls wäre eine OP möglich, was anhand von Spezialuntersuchungen festgestellt werden musste, da man zunächst einmal in Erfahrung bringen musste, inwieweit die Schädigung fortgeschritten war. Aber da durch die Cortisongaben eine Reaktion eintrat, schien nicht alles zu spät zu sein.

Von Seiten der Organisation teilte man mir mit, dass sie den Kleinen nach München auf ihre Kosten einfliegen lassen könnte. Wir würden ihn von da aus direkt in die Klinik bringen. Würde dann im MTC festgestellt werden, dass ihm nicht mehr zu helfen wäre, müssten wir ihn aufgeben. Der Vorstand des DKFB war der Meinung, dass wir ihm eine Chance geben sollten.

Holi und Sabine

Holifield kam 15.03.2009 mit einem Flugpaten nach Deutschland. Wir haben ihn noch nachts direkt in das Uniklinikum München gebracht. Die Diagnose nach einer Kernspintographie ergab eine Subarachnoidalzyste an der Wirbelsäule. Holifield wurde daraufhin operiert. Zwei Wochen später wurde erneut eine Kernspintographie vorgenommen. Der Befund daraus zeigte, dass die Zyste nicht mehr nachgelaufen war und das auch das Umfeld gut aussah. Holifield konnte nun wieder laufen und ist nach seinem Klinikaufenthalt in physiotherapeutische Behandlung gegangen und in ein neues Zuhause vermittelt. Vier Wochen nach seinem Umzug, bei der Nachuntersuchung in der Uniklinik München wurde uns bestätigt, dass Holifield sich gut weiterentwickelte.

Holi auf seinem Stützkissen

Einen Tag nach dieser Untersuchung erreichte mich die schreckliche Nachricht, dass Holifield beim Gassi gehen schreiend zusammenbrach und an den Hinterläufen wieder komplett gelähmt war. Daraufhin brachten wir ihn sofort wieder nach München. Es war Freitagnachmittag, die Ärzte wollten gerade nach Hause gehen. Als ich die Tierärztin dort anrief, versicherte sie mir, dass das OP-Team auf Holifields Eintreffen warten würde. Sie wollten ihn sofort untersuchen und falls noch etwas machbar wäre, operieren. Die Kernspintographie ergab, dass er an der Stelle, an der die Zyste lag, einen Bandscheibenvorfall erlitten hatte.

Holi auf seinem Sandberg

Bis nachts um 1 Uhr operierte das Team, bis mich um 2 Uhr endlich der erlösende Anruf erreichte, dass die OP gut verlaufen war.

Liebe Mitglieder bangten gemeinsam mit mir im Chat, schlugen sich die Nacht um die Ohren und warteten gemeinsam mit mir auf den Anruf aus der Klinik. Kurz nach der OP konnte sich Holifield schon wieder selbstständig aufstellen und er lernt nun wieder laufen. Diese Chance mussten wir dem kleinen Kämpfer noch geben.

Die Lebensfreude kehrt zurück

Ein weiteres Mal darf das Holifield nicht passieren, dann müssen wir ihn gehen lassen, weil auch eine weitere OP keinen Sinn mehr machen wird.

Holi und seine Freunde

Holifield ist inzwischen wieder in ein neues Zuhause eingezogen. Er lebt nun bei einem Vereinsmitglied, das schon Erfahrung im Umgang mit einem bandscheibengeschädigten Bully hat. Die Physiotherapie und der spätere, so wichtige Muskelaufbau sind dort fachlich gewährleistet.

Holi hat sein eigenes Fahrzeug für Ausflüge

Inzwischen sind Tierarzt- und Physiotherapiekosten in Höhe von 4 000 € angelaufen, die in voller Höhe vom DKFB übernommen wurden.

Holifield heute










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