Mausi
Mausi kam wie im Bericht über Tacco schon beschrieben aus einer italienischen Tötungsstation und trotz der widrigen Umstände, fanden wir relativ schnell einen schönen Einzelplatz bei einem lieben Menschen, bei dem sie ganz bestimmt die Zuneigung und uneingeschränkte Liebe, die sie in ihrer Situation brauchte, bekommen hätte, aber der Start in ihr neues Leben stand leider unter einem schlechten Stern, denn wenige Tage nach ihrem Einzug bei Rosie, hatte diese einen schweren Bandscheibenvorfall, der eine Operation mit völlig offenem Ausgang, nötig machte.
Da Mausi ja auf Grund ihrer Vorgeschichte nur in erfahrene Hände als Einzelbully vermittelt werden sollte, dafür aber in dem Moment keine adequade Stelle zur Verfügung stand, entschloss sich Gisa und Wolfgang, die Kleine, trotz der zu erwartenden Schwierigkeiten im eigenen Rudel, bei sich auf zunehmen.
Was am Anfang viele für unmöglich hielten, trat aber ein, dank des unermüdlichen Einsatz all ihrer Erfahrung, des schon an anderer Stelle erwähnten unerschütterlichen Bullymanistenglaubens an das Gute in jedem Bully, aber auch mit Hilfe eines fantastischen Rudel´s gelang es den Beiden, Mausi die schönen Seiten eines Bullylebens aufzuzeigen, in dem Angst, Misstrauen und Aggression langsam in den Hintergrund rückten, mehr darüber könnt ihr in dem nachfolgenden Artikel, der leider auch gleichzeitig ein Nachruf auf Mausi ist, erfahren.
Nach dem viel zu frühen Tod, des ersten DKFB- Notbullys Brutus/ Eddie, durfte Mausi zu dessen erfahrenen Adoptiveltern Christa und Engelbert ziehen, wo sie als Einzelbully liebevoll gehätschelt und umsorgt wurde, während sie die ihr entgegen gebrachte Liebe, nach Bullyart uneingeschränkt zurück gab, bis zu ihrem völlig unerwarteten Tod im November 2007, auch darüber erfahrt ihr in Gisas Artikel mehr.
Kleine Mausi!
Wir mussten dich am 1.11. gehen lassen. dein Leben war nicht einfach und doch warst du immer fröhlich und allzeit bereit zu spielen. du wusstest nicht genau, wie das geht, denn du hattest es in 5 Jahren Zwingerhaltung nicht gelernt und die zeit in der Tötungsstation in Italien musstest du damit verbringen, zu lernen wie man in einem Rudel überlebt und, dass jeder andere Hund für dich ein potentieller Feind ist. darum konntest du keinen Hund sehen, ohne ihn anzugreifen. nach einem halben Jahr bei uns zu hause hattest du gelernt, dass es auch schön sein kann, in einem Rudel zu leben. Es war eine harte zeit für uns alle, in der wir dich sozialisierten, wir selbst, unser Rudel und auch du machten neue Erfahrungen. alles wendete sich zum Guten, als wir dich soweit hatten, dass wir dich in andere Hände geben konnten. in erfahrene Hände, wo du einen Einzelplatz hattest und wie eine kleine Königin residieren konntest.
Nachdem nämlich Notbully Eddie von uns gegangen ist und deine neuen Eltern ihre erste Trauer überwunden hatten, hattest du all ihre liebe erhalten und sie waren so glücklich mit dir, du lagst auf der Couch und hörtest fasziniert zu wenn dein neues Frauchen Beethoven gespielt hat... du wurdest ruhig und konntest dich bei der Musik wunderbar entspannen. Wie ein kleiner Künstler konntest du mit dem Ball umgehen, dein neues Frauchen meinte, du wärst wohl ein Zirkushund gewesen. Wir wissen alle nicht, was du in deinem vorigen leben erlebt hast, gut kann es nicht gewesen sein. vor einiger zeit wurdest du plötzlich ganz schwach und eine Ultraschalluntersuchung des Herzens ergab, dass du ein Loch in der Herzwand hattest, was nicht mehr operabel war. eine Herzkammer war schon soweit erweitert, dass sie keinen druck mehr aufbauen konnte. wir hatten dich vorher gründlich durchchecken lassen, aber da du ein überaus agiler Bully warst, kam niemand auf die Idee, dass du ein solches Leiden hast. Du standest ständig unter Stress und darauf führten wir auch deine häufige Kurzatmigkeit zurück. am 1.11. musste Christa den schweren weg mit dir gehen, es ging nicht mehr und du musstest erlöst werden. ich habe es erst während eines Telefonats mit Dr. Finck erfahren, als ich nach deinem Behandlungsverlauf fragte, Christa hat sich noch nicht gemeldet, ich kann es verstehen, sie ist noch wie gelähmt.
Kleine Mausi, was soll ich sagen, ich hätte dir so sehr noch ein schönes langes Leben gewünscht, du hast es wirklich verdient. Es ist ähnlich wie bei Bienchen, es macht mich so unsagbar traurig, mit der Zeit bei uns war dir nicht mal ein schönes Jahr vergönnt. Ach, Mausi......
Gisa
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